Heimatverein Untergröningen
HeimatvereinUntergröningen

Öffnungszeiten Museum

14.5.2017  -   24.9.2017

Sonntag: 14 - 17 Uhr
 

Kontakte

 

Jürgen Zwirner

1. Vorsitzender

07975-340

 

Rainer Jungkeit

2.Vorsitzender

017645834184

rainerjungkeit@googlemail.com

 

Edith und Jürgen Wannags

Info - Museum

07975-283

je.wannags@t-online.de 

 

Barabara Weise

Info - Bewirtung

07975-770

barbaraweise@online.de

 

 

 

Kurzgeschichte Schloss Untergröningen

Wann die erste Burg gebaut wurde, ist nicht bekannt. Ein Witho de Gronningen, wird jedenfalls in der Gründungsurkunde des Kloster Lorch bereits 1102 als wichtiger Zeuge benannt. ein Turmstumpf nördlich des Schlosses, auf halber Höhe könnte möglich der Teil einer Turmburg sein. Im Graben auf der Nordseite endeckt man auf wenigen Metern die Reste von staufischen Buckelquadern, demnach dürfte es sich um einen staufischen Bau gehandelt haben, der auf der Handelsstrasse in Tal und am Kocher Maut und Zoll sicherstellte. 

Nach einigen Streiterein um viertel, halbe oder ganze Burgen, kehrte mit den tüchtigen Schenken von Limburg Ruhe ein. Sie verwendeten die Anlage als verwaltung- und Jagtsitz. Ab 1564 bauten die Schenken die Burg um, ganz schlimm trieben sie es zu Beginn des 17. Jahrhunderts. (1603 - 1609) , als sie , wohl in der eitlen Hoffnung, aus dem Dorf Untergröningen eine Stadt machen zu können. Am Schluss der Umbauarbeiten hatten sie eine prächtige Vierflügelanlage, dazu gehörte auch eine evangelische Burgkapelle. Im westlichen Teil des Nordflügels ( Erdgeschoss ) hinterliesen die Schenklen eine wunderschöne Küche mit einer Säule ( heute ein begehrter Trauraum ) und einen grandiosen Rauchabzug. 

Eine radikale Veränderung trat 1713 ein, als die Schenken von Limburg im Mannesstamm ausstarben. Mehr als 60 Jahre stritten die Erbtöchter und Enkeltöchter um das Erbe, bis sie sich endlich zum Losentscheid bekannten. Seit 1774 gehörte Untergröningen zum Fürstentum Hohenlohe - Waldenburg - Bartenstein. 1774-1777 baute die Fürstin Sophia Charlotte Friderica das Schloss aufwendig zu ihrem Wintersitz um, den sie am 7. September 1776 mit großem Gefolge bezog. Sie riss den staufischen Westflügel ab, ließ zwei Pavillon für ihre Verwaltung bauen, verlegte den Zugasng nach Westenund versuchte die ganze Anlage konsequent zu barockisieren. Ihre Leistung aber vollbrachte die energische , sehr gebildete Fürstin bei der Umwidmung der Burgkapellein eine barocke Kirche, die heute noch als katholische Gemeindekirche genutzt wird. Die Fürstin, eine geborene Landgräfin von Hessen, die Witwe eines Richters am Reichskammergericht in Wezlar starb am 2. Mai 1777. Der Sohn der Fürstin, Ludwig Leopold, opferte einen Teil des Schlossparks, um eine Kolonie für katholische Bedienstete anzulegen. Der Fürst kam erst 1798 zurück, nachdem er die Regentschaft in Bartenstein abgegeben hatte, er starb bereits 1798 bei einem Kutschenunfall. 

Im Schloss Untergröningen hielt sich der Beichtvater von Ludwig XVI, Jean-Niclas Beauregard auf, beim Lesen einer Messe starb er auf den Stufen des Altars in der Schlosskirche. Der Erbe und der neue Schlossherr, Ludwig Aloys, trat in französische Dienste und verkaufte das Schloss an den Böhmen Colerado von Mansfeld. 1827 erwarb der württembergische König Wilhelm I Schloss Untergröningen, wegen der dazugehörigen Wälder ( Holzkohle für seine Eisenverhüttung in Wasseralfingen ) und nutzte es als Dienstwohngebäude und Sitz verschiedener Ämter. 1987 wurde das Schloss wegen Baumängel für die Öffentlichkeit geschlossen. Seit 1996 lief die Renovierung des Schlosses, getragen vom Vermögens-und Hochbauamt Schwäbisch Gmünd. 

Das Schloss Untergröningen ist seit 2001 Ort eines weit ausstrahlenden Kunst-und Kultursommers, getragen vom Kunstverein KISS Kunst im Schloss Untergröningen e.V.

 

 

Quelle: Text: KISS Copyright O.R.